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Chrupalla legt nach und verteidigt AfD-Russland-Reisen

Chrupalla legt nach und verteidigt AfD-Russland-Reisen

Source: BILD | Original Published At: 2025-11-13 09:33:36 UTC

Key Points

  • Chrupalla verteidigt Reisen von AfD-Abgeordneten nach Russland als genehmigt und im Interesse der Beziehungs-pflege
  • Erwähnung von BRICS-Veranstaltung in Sotschi als Kontext für geplante Treffen
  • Interne Parteikritik durch Alice Weidel an den Reiseplänen
  • Chrupalla relativiert Russlands Bedrohungspotenzial und vergleicht es mit Polen

Berlin – AfD-Chef Tino Chrupalla (50) hat noch einmal nachgelegt. Nachdem seine verharmlosenden Äußerungen über Russen-Despot Wladimir Putin (73) für Empörung sorgten, hat er jetzt auch noch die umstrittenen Reisepläne von Parteikollegen nach Russland verteidigt.

„Die Kollegen, die dorthin fahren, haben ihre Reise angemeldet. Sie wurde genehmigt“, sagte Chrupalla am Donnerstag im ZDF-„Morgenmagazin“ in Bezug auf Kritik der Ko-Parteivorsitzenden Alice Weidel (46) an den Reiseplänen. „Wir sind uns mit Frau Weidel einig, dass wir die Beziehungen nach Russland offenhalten“, fügte Chrupalla hinzu.

Affront mit Alice Weidel?

Bei den geplanten Treffen von AfD-Abgeordneten mit russischen Politikern in Sotschi handele es sich um Begegnungen anlässlich einer Veranstaltung der Brics-Staaten, an denen beispielsweise auch Vertreter Indiens und Chinas teilnehmen würden, sagte Chrupalla.

Weidel hatte die geplanten Reisen der AfD-Bundestagsabgeordneten Steffen Kotré und Rainer Rothfuß scharf kritisiert und parteiinterne Konsequenzen angekündigt. Sie könne nicht verstehen, was man in Russland „eigentlich soll“, sagte sie am Dienstag im Bundestag. Rothfuß habe sich „nach diversen Gesprächen mit Kollegen“ und „aus eigenen Stücken“ entschieden, nicht an der Reise teilzunehmen, sagte Weidel später. Kotré wolle dagegen an den Plänen festhalten.

„Mir hat Putin nichts getan“

Bei Markus Lanz hatte Chrupalla am Montag über Kriegstreiber Putin gesagt: „Mir hat er nichts getan. Ich sehe keine Gefahr für Deutschland aktuell durch Russland. Putin hat noch nicht mal gedroht, Deutschland mit der Atombombe anzugreifen!“ Auch Polen könne nach der Lesart des AfD-Chefs gefährlich für uns sein: „Natürlich kann auch Polen für uns eine Gefahr sein. Nehmen Sie die Doppelmoral bei der Nordstream-Pipeline, wo Polen einen Terroristen nicht nach Deutschland ausliefert.“

Auch regelmäßige Russland-Reisen von AfD-Leuten verteidigte er lapidar mit dem Hinweis darauf, dass sie „nicht verboten“ seien. „Wollen Sie jetzt mit mir über Reisefreiheit sprechen?“, fragte er Moderator Markus Lanz, der mehrfach nachgehakt hatte, ob er das in Ordnung fände.

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