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Neue Zölle und verlängerte Frist bis August

Neue Zölle und verlängerte Frist bis August
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Source: NZZ | Original Published At: 2025-07-08 03:30:00 UTC

Key Points

  • Trump verlängert Frist für Handelsabkommen bis 1. August
  • Neue Zollsätze (z.B. 25% für Südkorea und Japan) werden per Brief mitgeteilt
  • Zollsätze teils höher/tiefer als ursprünglich angedroht
  • Drohung mit weiteren Strafzöllen gegen Länder, die BRICS-Positionen unterstützen
  • Nur 3 von 90 geplanten Abkommen bisher erreicht (Vietnam, China, Grossbritannien)

Trumps Handelskrieg geht in die nächste Verlängerung – mit neuen Zollsätzen Das Weisse Haus hat die Frist für die neuen Handelsabkommen bis Anfang August verlängert – und passt dabei auch die angedrohten Zollsätze leicht an. In bilateralen Schreiben werden die Länder nun informiert.

Die Pressesprecherin des Weissen Hauses Karoline Leavitt hält einen der Briefe hoch, die Präsident Trump am Montag an mehr als ein Dutzend Handelspartner gesendet hat. Imago / Michael Brochstein / www.imago-images.de

Der 9. Juli wirft seit Monaten tiefe Schatten voraus. An diesem Stichtag läuft die Frist ab, die die Regierung von Donald Trump weltweiten Handelspartnern für bilaterale Abkommen gesetzt hatte. Wer bis dahin keinen «Deal» zustande bringe, so drohte Trump, der werde automatisch mit den hohen Zollsätzen gestraft, die der Präsident am 2. April – dem «Befreiungstag» (Liberation Day) – angekündigt hatte. Die Nachricht hatte die globalen Finanzmärkte auf eine Talfahrt geschickt.

Briefe an 14 Handelspartner versendet

Entsprechend gross war nun die Spannung im Vorfeld. Doch am Montag überrascht Trump mit der Nachricht, dass er die Frist für die Zölle noch einmal um knapp vier Wochen aufschiebe: Wer bis zum 1. August keinen Deal mit Washington erreicht habe, so hiess es in einem «Faktenblatt» aus dem Weissen Haus und in einer Exekutivverordnung, gegen den würden an diesem Datum um Mitternacht automatisch neue Zölle verhängt.

Wie hoch diese ausfallen, erfahren die Länder dieser Tage via Post aus Washington. Trump veröffentlichte am Montag auf seiner Social-Media-Plattform Truth Social Fotos einer ersten Welle von Briefen, die 14 Handelspartner erhalten haben, darunter auch wichtige Partner wie Südkorea und Japan. Ihnen beiden drohen nun Zollsätze von 25 Prozent.

Interessant ist, dass die neu angekündigten Zölle in manchen Fällen tiefer, in anderen höher ausfallen als die im April angekündigten. Das überrascht: Der Handelsminister Scott Bessent hatte noch am Sonntag gesagt, dass die Zölle wie ein «Bumerang» auf die Niveaus vom 2. April zurückfielen, sollten keine Abkommen erreicht werden. Wieso der Zollsatz sich geändert hat, erläuterte das Weisse Haus nicht.

Weitere Briefe «in den nächsten Tagen und Wochen»

Trump hatte 90 Handelsabkommen in 90 Tagen verlangt, tatsächlich sind den USA bisher 3 gelungen: mit Vietnam, China und Grossbritannien, wobei letztgenanntes nicht rechtlich bindend ist. So gesehen ist die Fristverlängerung von Montag indirekt auch ein Eingeständnis, dass drei Monate schlichtweg nicht ausreichen, um Handelsabkommen mit den mehr als 80 Ländern zu verhandeln, die am «Liberation Day» abgestraft werden sollten.

In den Schreiben, die alle fast wortgleich waren, drohte Trump den Ländern auch: Die USA würden noch höhere Sätze gegen sie verhängen, sollten sie es wagen, ihrerseits Handelshemmnisse gegen die USA zu umgehen oder die Zölle über Drittländer zu umgehen. Trump drohte auch mit höheren Zöllen gegen alle, die sich auf die Seite der Brics-Länder stellen würden – eine informelle Vereinigung von Staaten, denen unter anderem Brasilien, Russland, Indien und China angehören.

Schon am Dienstag will das Weisse Haus weitere Briefe an Handelspartner versenden. Ein Schreiben an die Schweiz steht noch aus, ebenso eines an die EU. Das Warten könnte aber auch noch eine Zeitlang anhalten: In den kommenden «Tagen und Wochen» wolle man mehr Handelspartner kontaktieren, hiess es vonseiten des Weissen Hauses am Montag.

Die Märkte reagierten am Montag mit leichten Verlusten, der Dow-Jones-Index sank um 600 Punkte. Nach der ursprünglichen Ankündigung des Handelskriegs im April waren die globalen Finanzmärkte enorm eingebrochen.

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