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US-Präsident droht mit Zusatzzöllen: Trump wettert nach Brics-Kritik gegen „antiamerikanische Politik“

US-Präsident droht mit Zusatzzöllen: Trump wettert nach Brics-Kritik gegen „antiamerikanische Politik“
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Source: Tagesspiegel | Original Published At: 2025-07-07 05:37:27 UTC

Key Points

  • Trump droht Ländern, die sich der BRICS-Gruppe anschließen, mit zusätzlichen Strafzöllen von 10 Prozent.
  • Die BRICS-Staaten kritisierten bei ihrem Gipfel in Brasilien die US-Handelspolitik als handelsverzerrend.
  • Die BRICS-Gruppe umfasst mittlerweile 10 Länder mit 50 % der Weltbevölkerung und 40 % der globalen Wirtschaftskraft.
  • Trump plant die Versendung von Zollbriefen an mehrere Länder, ohne konkrete Zielstaaten zu nennen.

Nach der Kritik der Brics-Staaten an der Handelspolitik der Vereinten Staaten von Amerika hat US-Präsident Donald Trump zusätzliche Strafzölle für alle Länder angekündigt, die sich dem Bündnis annähern.

„Jedes Land, das sich der antiamerikanischen Politik der Brics(-Staaten) anschließt, wird mit einem zusätzlichen Zoll von zehn Prozent belegt. Es wird keine Ausnahmen von dieser Politik geben“, schrieb er am Sonntag (Ortszeit) in seinem Onlinenetzwerk Truth Social.

Die Anspielung auf die „antiamerikanische Politik“ in seinem Posting erläuterte Trump nicht. Allerdings hatten die Brics-Staaten bei einem Gipfeltreffen am Sonntag in Brasilien die US-Handelspolitik kritisiert.

Sie äußerten „ernsthafte Bedenken“ gegen die Zunahme einseitiger Zölle und anderer Maßnahmen, „die den Handel verzerren und unvereinbar mit den Regeln der Welthandelsorganisation sind“. Dies gilt als verdeckte Kritik an der US-Handelspolitik unter dem Motto „America First“.

Die Brics-Gruppe besteht aus den namensgebenden Ländern Brasilien, Russland, Indien, China, Südafrika und seit 2023 auch Ägypten, Äthiopien, Indonesien, Iran, Saudi-Arabien und den Vereinigten Arabischen Emiraten. Sie machen rund die Hälfte der Weltbevölkerung und 40 Prozent der weltweiten Wirtschaftsleistung aus.

Trump will an diesem Montag seine Zollbriefe verschicken

Trump kündigte zudem an, die Briefe, mit denen die US-Handelspartner über die Zölle informiert werden sollen, am Mittag zu versenden (Ortszeit, 18.00 Uhr MESZ). „Ich freue mich, verkünden zu können, dass die Zollbriefe der Vereinigten Staaten an verschiedene Länder der Welt ab 12.00 Uhr, (US-Ostküstenzeit), am Montag, dem 7. Juli verschickt werden“, erklärte er.

Trump hatte angekündigt, „wahrscheinlich zwölf“ Briefe zu schicken. Welche Länder betroffen sind, war unklar. Die Zölle sollten zwischen 10 und 70 Prozent betragen.

Ähnlich hatte sich Trump bereits mehrfach geäußert, so auch am 27. Juni oder zuletzt am 1. Juli. Den Ankündigungen hinsichtlich einseitiger Zollbriefe folgte dann jedoch keine Schreiben. Nun rückt jedoch mit dem 9. Juli das offizielle Ende der von Trump gewährten Zollpause näher.

Trump hatte Anfang April hohe Zollaufschläge gegen zahlreiche Staaten verhängt und diese kurz darauf für die meisten Länder für eine 90-tägige Verhandlungsphase auf zehn Prozent reduziert.

Für die EU läuft die Frist am Mittwoch aus, für zahlreiche weitere Länder bereits am Dienstag. Brüssel und Washington haben bislang keine Einigung im Zollstreit erzielt.

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